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Sexualität: Randgruppen bleiben stigmatisiert

Anlässlich des Welttags der Menschenrechte fordert die Deutsche STI-Gesellschaft (DSTIG), eine medizinische Fachgesellschaft zur Förderung der sexuellen Gesundheit, eine offene Kommunikation und die Aufklärung über sexuelle Rechte. „Jeder soll frei seine Sexualität ausleben zu können, solange er nicht die Freiheit anderer einschränkt“, sagt DSTIG-Präsident Norbert Brockmeyer. „Sexuelle Rechte sind Menschenrechte. Sie gehören auf die Agenda, denn sie basieren auf dem Grundrecht auf Freiheit, Gleichstellung, Privatsphäre, Selbstbestimmung, Integrität und der Würde aller Menschen“, betont Brockmeyer.

Immer noch werden Randgruppen stigmatisiert. „Beispiele sind die Stigmatisierung von Sexarbeiterinnen und der gleichgeschlechtlichen Sexualität. Außerdem gibt es auch nicht-akzeptierte Beziehungen zwischen Menschen unterschiedlicher Hautfarben“, sagt der DSTIG-Chef. Auch Homosexualität ist noch immer nicht stigmafrei. Der Experte fordert Aufklärung und Kommunikation über sexuelle Rechte und Gesundheit statt Stigmatisierung.

Defizite gibt es dem Fachmann nach in der Präventionsarbeit und sexuellen Bildung. „Unsere Aufgabe ist es, alle Menschen über ihre sexuellen Rechte aufzuklären und auf Gefahren für ihre sexuelle Gesundheit hinzuweisen“, so Brockmeyer. Angst vor Stigmatisierung auf Seiten der Patienten und mangelnde Kommunikation über Sexualität auf ärztlicher Seite führten immer wieder dazu, dass Fragen zu sexuellen Rechten unausgesprochen bleiben. Zum einen sollte die Kommunikation zur sexuellen Gesundheit und über sexuelle Rechte Bestandteil des medizinischen Lehrplanes werden. Zum anderen sollten Kliniken für urogenitale Erkrankungen etabliert werden, wo Betroffene umfassend beraten werden.

Quelle: www.pressetext.at

Source: gesundheit.co.at RSS

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